Letzter Spieltag in der 2. Bundesliga Süd

Theoretisch hat der TuS Frammersbach noch alle Chancen auf den Klassenerhalt, zu dem Platz sieben erforderlich ist. Vor dem letzten Spieltag steht der TuS punktgleich mit dem Tabellensiebten und Tabellenneunten auf Platz acht der Tabelle. Praktisch gehen die Chancen jedoch gegen Null. Während die beiden direkten Konkurrenten aufeinander treffen müssen die Spessarter gegen die beiden Top Teams aus Unterhaugstett und Stammheim I antreten.
2. Bundesliga Süd Männer: Samstag 15 Uhr in Unterhaugstett: TuS Frammersbach (6:22 Punkte / Platz 7) – TV Stammheim I (14:14 / Platz 5), – TV Unterhaugstett (26:2 / Platz 1). „Das wird wohl jetzt unser endgültig letzter Spieltag in der Bundesliga werden“, prognostiziert TuS-Kapitän Alex Mill. Dabei blicken Mill und Co. auf ereignisreiche 13 Bundesligajahre zurück: Erstmaliger Aufstieg 2004, Abstieg 2007, Wiederaufstieg 2008, Erstligaaufstieg 2009, Erstligaabstieg 2010, Rücktritt 2013 und dem ab 2015 einsetzenden schleichenden Rücktritt vom Rücktritt. „Nachdem bei unseren Nachfolgern einer nach dem anderen wegbrach sind wir nach und nach wieder in die erste Mannschaft aufgerückt“, berichtet Mill weiter. Mit Jochen Inderwies (41 Jahre), Stefan Keßler (34), Alex Mill (33), Tobias Becker (33) in der Starting Five am Samstag stellt Frammersbach das älteste Team der Liga. Auch wenn ein paar knappe, unglückliche Niederlagen dabei waren muss man realistisch resümieren, dass man in Frammersbach mit dem aktuell betriebenen Trainigsaufwand auf Dauer kein zweitligataugliches Team stellen kann. „Da haben sich halt einfach auch über die Jahre aufgrund von Familie und Beruf die Prioritäten verschoben“, erklärt Mill, der letzten Monat zum ersten Mal Vater wurde. Am Samstag wird sich dann an dem Ort wo alles begann der Kreis schließen: 2004 feierte der TuS Frammersbach in Unterhaugstett den erstmaligen Zweitligaaufstieg der Vereinsgeschichte. 2017 wird das fast identisch besetzte Team an gleicher Stelle seinen Abschied aus der zweiten Liga feiern. Alles Andere wäre ein Faustballwunder.